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Naivität? Ja bitte.

Bei diesem Blogpost ist drauf los schreiben, die wohl beste Devise. Er handelt diesmal weder von Social Media noch von Design oder irgendwelchen Persönlichkeiten. Viel mehr ist es eine Weltanschauung, was da draußen überhaupt abgeht, während wir in unseren warmen vier Wänden sitzen.

Verdammt nochmal es sind Millionen von Menschen HIV positiv und an einem einzigen Tag im Jahr wird mal richtig darauf aufmerksam gemacht! Natürlich ist es toll, was Google, Twitter und sämtliche andere Dienste mit ihrer Kampagne auf die Beine stellen, um an AIDS zu erinnern. Aber mal ganz ehrlich ein Drittel der Menschen die davon mitbekommen, wissen doch nicht einmal, was HIV ist geschweige denn kennen die Auswirkungen. Hauptsache man ist beim “Trend” dabei. In den restlichen 364 Tagen sieht man hin und wieder mal einen TV bzw. Kinospot, wo C-Promis uns zum helfen animieren möchten. In meinen Augen wäre es da noch sinnvoller die Produktionskosten zu spenden.
Notfalls könnte man auch eine andere sinnlose Kampagne starten, wie es in der Schweiz der Fall war. Minarettenverbot hin oder her. Was ich heute lesen musste, regt nur noch zum Kopfschütteln an. “Rechtspopulisten wollen nun Verschleierung von Frauen verbieten.” Mal ganz ehrlich, man kann doch einer Kultur nicht etwas verbieten, was deren Religion ist.
In letzter Zeit häufen sich die Fälle, in denen ich immer mehr darüber nachdenken muss, wie naiv die Menschheit doch ist. Die Zeitungen publizieren es, jeder liest es, so gut wie niemand unternimmt etwas. Sei es das Swift-Abkommen, wo man sich einfach mal enthält, das Steuerdilemma, die Bundeswehr-Affäre oder der geplatzte Opel-Deal.

Es ist jedem selbst überlassen, wir er darüber urteilt. Wir sollten uns aber vielleicht im klaren sein, dass es weitaus wichtigere Probleme zu lösen gibt. Klimawandel, Dritte Welt, HIV sind nur ein paar davon. Wir sind ein hochmodernes Land am Puls der Zeit, wir haben eine der besten Infrastrukturen, Highspeed-Internet und vieles mehr. Die Lücke zwischen Arm und Reich wird immer größer, die Mittelschicht verschwindet immer mehr. So ziemlich jeder kann lesen und schreiben, im Kindergarten wird bereits das Internet eingesetzt. Blickt man in Dritte Welt Länder, können die Menschen dort weder schreiben noch lesen, das Wort Internet kennen sie nicht. Sie haben keine Ahnung was das überhaupt ist. Bald wird der Unterschied so groß sein, dass wir ein weiteres Problem haben werden.

Es soll sich niemand gezwungen fühlen, sich zu ändern. Man sollte einfach mal kurz darüber nachdenken, wie verträumt so manch einer von uns durch die Welt geht ohne zu merken, wie die Realität aussieht. Am Ende verlinke ich noch ein Video, welches wie ich finde, ein klein wenig zu diesem Thema passt.

Markus

People: Mark Zuckerberg

Pünktlich zum ersten Advent möchte ich eine neue Kategorie namens People einführen. Getreu dem Motto “Wer ist eigentlich…” werde ich hier die ein oder andere Person vorstellen, die eines meiner Vorbilder ist oder einfach nur etwas Bewegendes geschaffen hat.

Mark Zuckerberg in Paris (Copyright: Wikipedia)

Mark Zuckerberg in Paris (Copyright: Wikipedia)

Die erste Person wird Mark Zuckerberg sein. Mit einem geschätzten Vermögen von circa zwei Milliarden US-Dollar ist der 25-Jährige der zur Zeit jüngste Milliardär der Wet. Er hat sein Psychologie Studium an der Harvard University im Jahr 2006 abgegrochen, um ein Netzwerk für Studenten zu gründen. Heute ist dieses Unternehmen geschätzte 10 Milliarden Euro wert und hat 300 Millionen registrierte User. Von Tag zu Tag steigen die Zahlen. Für alle, die immer noch nicht wissen, von welchem Social Network die Rede ist: Es ist Facebook. Google sieht in Facebook die größte Konkurrenz zu ihrem Unternehmen. Mit dem geplanten Börsengang, wird Facebook sogar den gleichen Weg wie Larry und Sergei einschlagen.

Zuckerberg lebt mit Facebook den amerikanischen Traum. Oft wird er mit Microsoft Gründer Bill Gates verglichen. Nach eigenen Angaben lebt er nach wie vor in einem kleinen Appartment in San Francisco und schläft immer noch auf einer am bodenliegenden Matratze. Er gibt sehr wenig über sich preis, im Internet findet man kaum etwas über ihn. Bei Interviews gibt er kurze, aussagekräftige Antworten und sagt stets seine eigene Meinung. Mark ist ein ruhiger Typ, der trotz seines Erfolges auf dem Boden geblieben ist. Vielleicht ist es genau diese Kombination, die ihn so sympathisch macht.

Google Search Redesign

Ja, Larry und Sergei wagen es. Die bekannteste Suchmaschine der Welt bekommt ein Redesign. Die Elemente der Suchmaske bleiben nach wie vor gleich angeordnet, jedoch sehen sie jetzt viel moderner aus. Die größte Erneuerung gibt es bei der Auflistung der Ergebnisse. So wird man demnächst auf der linken Seite eine feste Sidebar haben, bei der der User seine Suche nach veschiedenen Kategorien anzeigen lassen kann. Ebenfalls werden verwandte Begriffe und eine Filterung nach Zeitintervallen angeboten.

Google Search Redesign
Google Search Sidebar

Wann genau das neue Design für jeden sichtbar wird, ist noch nicht bekannt. Für Google ist dies allerdings ein großer Wechsel, da man immer versucht, so wenige Änderungen wie nur möglich zu tätigen. Von der Nutzerseite gibt es für das neue Sidebar Interface eine durchweg positive Kritik.

Am Schluss möchte ich noch kurz ankündigen, dass es demnächst zwei neue Kategorien geben wird. Hin und wieder vorbeischauen lohnt sich. Ansonsten wünsche ich euch noch einen schönen Abend und ein schönes Thanksgiving nach Amerika.

Markus

Geolocation, der neue Trend 2010?

Dieses Jahr waren es Twitter, Facebook und Co. die den Trend im Web 2.0 vorgaben. Doch einschlägige Mediendienste prognostizieren bereits den Trend für 2010: Geolocation. Foursquare soll das neue Twitter sein. Doch was ist Foursquare überhaupt? Bei Foursquare handelt es sich um ein soziales Netzwerk, welches anhand von GPS die aktuelle Position erkennt. An beliebigen Orten dieser Welt kann der Benutzer einchecken und Points bzw. Badgets sammeln. Ist man eingecheckt, sehen Freunde wo man gerade ist und können in Echtzeit mit einem chatten. Foursquare gibt es bis jetzt als iPhone und Google Android Applikation. Blackberry und Palm Pre sollen demnächst folgen.

Bereits für Blackberry und iPhone gibt es die Applikation loopt. Ähnlich wie bei Foursquare, kann man auch hier sehen, wo sich die Freunde befinden und mit Ihnen chatten. Loopt bietet außerdem die Möglichkeit sich mit anderen sozialen Netzwerken àla Facebook und Twitter zu verbinden. Es kann auch in Blogs und andere Seiten eingebunden werden, um dort die letzten Statusmeldungen und Bilder, welche mit den einzelnen Orten verknüpft sind, anzeigen zu lassen.

Am Rande sei noch erwähnt, dass Google einen ähnlichen Dienst namens Latitude anbietet. Wo wir gerade bei Google sind, da war noch was, was bereits dieses Jahr für Aufsehen gesorgt hat. Google Wave. Live Kommunikation auf einem neuen Level, besonders interessant für Unternehmen, welche international agieren. Es wird als die neue E-Mail angepriesen und man sieht bereits den eingegebenen Text, während der Gesprächspartner ihn noch eintippt. Mit Wave ergeben sich ganz neue Möglichkeiten. So können zum Beispiel Mitarbeiter eines Unternehmens weltweit gleichzeitig an einem Projekt arbeiten und in Echtzeit miteinander kommunizieren. Auch für den Journalismus wird Wave eine große Rolle spielen. Mozilla arbeitet an einem ähnlichen Dienst namens Raindrops.

Wie man sieht, entwickeln sich die sozialen Netzwerke rasend schnell. Eins sollte am Ende noch erwähnt sein, wir beschweren uns immer über den Überwachungsstaat, der uns überall filmen oder dokumentieren möchte. Doch sieht die Realität nicht so aus, dass wir diesen Überwachungsstaat selbst Stück für Stück aufbauen? Dank GPS, wissen wir ja bereits, wo sich der andere befindet…

Ich wünsche noch einen schönen Montag Abend.

Markus

Google Chrome OS, die nächste Innovation?

Es war schon länger angekündigt, doch nun gibt es seit gestern die ersten Details mit Bildern. Mit Chrome OS möchte Google ein neues Betriebssystem auf den Markt bringen. Eine Revolution. Die Maxime bei der Entwicklung seien Geschwindigkeit, Einfachheit und Sicherheit. Der Unterschied zu Windows 7 und Mac OS: Sämtliche Daten werden in der Cloud – einer riesigen Serverwolke, die mit dem Internet verbunden ist – gespeichert. Chrome OS wird OpenSource sein, wodurch jeder mitmachen und seine eigenen Sachen programmieren kann. Also die übliche Google-Strategie, Kunden werden zu Partnern.

Es hört sich alles ziemlich toll an und sieht auch einfach aus. Doch wir sollten uns im klaren sein, dass sämtlich Dokumente und Dateien von uns im Internet gespeichert werden. Sie liegen zwar in der Cloud, welche auch mit sämtlichen Sicherheitsmechanismen dieser Welt geschützt sein wird, doch auch diese können verzagen, wie man anhand der vielen Bank- und Adressdaten sehen kann, die ungewollt in falsche Hände geraten. Das aktuellste Beispiel ist der Kreditkarten-Skandal.

Ich für meinen Teil, denke bei Chrome OS im Moment an eine Umkleidekabine aus Glasscheiben, wo uns jeder zuschauen kann. Man muss abwarten, wie sich das Ganze entwickeln wird. Eins ist klar: Google bringt neue Ideen und wird auch eine Chance bekommen.

Im Anhang seht ihr die ersten Videos zu Google’s Chrome OS.

Markus

Sind wir reif…

…für eine neue Zeitung? Wir haben online so viele Freunde, dass wir ein neues Wort für die echten brauchen. Unsere Lieblinge sind bei Facebook angemeldet. Wir ertappen uns selbst dabei, wie wir zum dreißigsten Mal die Arbeit unterbrechen, um mal eben bei Spiegel Online die Nachrichten zu überprüfen. Eine neue Zeitung ist sie nicht, aber anders. Mit emotionalen Texten wird sie gerade überall beworben. Namentlich heißt sie Welt kompakt und wird vom Axel Springer Verlag publiziert. Es ist so zusagen eine Kampfansage gegen das Zeitungssterben. Ein neuer Weg, eine Tageszeitung für die Generation Y. Unsere Generation. Einer Generation wo man Blogs liest, um sich über Produkte zu informieren, wo man Cerealien über MyMuesli bestellt und seine sozialen Kontakte über Facebook und Xing verwaltet.

Wie kann man aber offline und online vereinen? Welt kompakt hat sich dieser Herausforderung angenommen und wollte eine solche Zeitung kreieren. Die Beiträge sind kurz,knapp, informativ und gut strukturiert. Bei der großen Themenvielfalt aus Politik, Kultur, Sport, Wirtschaft, Internet, Menschen & Medien et cetera sollte für jeden etwas dabei sein und durch die Integration der neuen Medien à la Facebook, Twitter oder Google Wave kann man stets mit den Redakteuren in Kontakt treten.

Es ist einfach schön etwas so kompaktes und modernes für 70 ct in den Händen halten zu können. Ein Konzept, dass meiner Meinung nach aufgeht und durch die aktuelle, großartige Kampagne nach außen kommuniziert wird. Im Anschluss möchte ich euch noch den seit gestern verfügbaren Kinospot zeigen, der voll und ganz der Realität der Generation Y entspricht. Vielleicht sollte jeder von uns einmal darüber nachdenken, ob es doch nicht sinnvoll ist, hin und wieder eine Tageszeitung in die Hand zu nehmen. Denn wie man sieht geht es auch “Kurz. Anders. Gedruckt.”

Am Ende bleibt nur noch zu sagen: Ja, wir sind reif!

Markus

Ich blogge dann mal…

Barack Obama, Angela Merkel, sämtliche Parteien, Nachrichtendienste, Stars und Sternchen tuen es. Im Oktober begann sogar BILD-Chefredakteur Kai Diekmann damit. Sie bloggen. Es ist eine Selbstverständlichkeit in Zeiten des Web 2.0 einen Blog zu haben. Anfang der 90er hatte man noch ein Tamagotchi, heute hat man eben seinen eigenen Blog. Und da kann man alles veröffentlichen, zu was man Lust hat: privates, berufliches, persönliches, intimes, übermenschliches, einfach alles. Seine Blogbeiträge twittert man dann am besten sofort und lässt sie gleichzeitig auf Facebook erscheinen, damit auch jeder Bescheid weiß.

Wir leben in einer Welt, in der die Menschen gläserner werden. Jeder ist mit jedem vernetzt und weiß über den anderen bescheid. Egal ob studiVZ, MySpace, lokalisten oder Facebook, man ist immer in einem sozialen Netzwerk anzufinden, es könnte ja irgendwas spannendes passiert sein oder gerade passieren. Vielleicht zoffen sich Anja und Stefan im Buschfunk, vielleicht hat heute jemand Geburtstag, vielleicht hat man einfach nur einen neuen Pinnwandeintrag bekommen oder wurde gegruschelt. Man möchte ständig auf dem Laufenden sein.

Es war nur ein kleiner Einblick in die Welt des Social Media, in der sich unser Leben in naher Zukunft zu einem großen Teil abspielen wird. Ich möchte an dieser Stelle erst einmal pausieren und meinen eigenen Blog eröffnen. Hier möchte ich in unregelmäßigen Abständen private Dinge, Geschichten aus der Welt des Web 2.0, Beiträge über Design und manchmal auch eigene Arbeiten von mir posten.

Ich wünsche euch allen noch einen schönen Abend und bis bald, zu meinem zweiten richtigen Blogpost!

Markus

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